Meine Elsa.

Neulich fragte ich auf der Facebook-Seite nach Rat, weil wir einen neuen Handrührer brauchten, da der alte langsam Rost ansetzte an den Rührstäben. Es war nicht wirklich schade um ihn, er war billig und wurde von mir regelmäßig überstrapaziert. Also habe ich mich intensiv mit dem Thema beschäftigt und alle Vor- und Nachteile von Handmixern, Küchenmaschinen und Handmixern mit Gestell und rotierender Schüssel abgewogen, viele Rezensionen gelesen und mit manchen von euch diskutiert. So ist dann aus einem neuen Handrührer ganz schnell eine tolle Küchenmaschine geworden…

Die Entscheidung fiel letztendlich auf die Bosch MUM5 und letzte Woche hatten wir es dann Donnerstag plötzlich recht eilig, sie anzuschaffen, weil am Wochenende eine Feier bei uns anstand und sie dann genutzt werden sollte. Nach ein bisschen Recherche, wo wir das gute Stück dann noch schnell bekommen könnten, am besten noch in der Wunschfarbe, fuhren wir also am Freitag Morgen in ein Möbelhaus unseres Vertrauens und nach einem kleinen Versteckspiel mit dem Karton durfte ich mein neues Baby ins Auto tragen. Wir haben sie Elsa getauft. Heute ist es genau eine Woche, dass Elsa bei uns wohnt und ich wollte daher mal einen kleinen Bericht abgeben.

Innerhalb einer Woche ist sie insgesamt 13 mal gelaufen. Dabei hat sie Rührteig für einen Tortenboden, eine Cremefüllung, Waffelteig, mehrere Hefeteige (Kuchen, Brot, Brötchen, Pizza), einen Rührkuchen und Streuselteig gerührt und geknetet. Es ist eine wunderbare neue Arbeitsweise, weil ich natürlich während sie rührt jetzt schon andere Zutaten abwiegen, die Küche aufräumen oder einfach aufs Handy schauen kann. Dadurch wird alles irgendwie schneller und entspannter und bei den meisten Teigen erzielt man auch noch tollere Ergebnisse. Aber fangen wir von vorne an.

Für Rührkuchen schlage ich gerne Eier mit Zucker sehr schaumig, bis es eine weißliche Eiermasse ist (weil mir Eier trennen und getrennt schlagen zu aufwändig ist). Das dauert mit einem normalen Handrührer sicher 15 Minuten und das Ergebnis kommt nicht einmal ansatzweise an das der Küchenmaschine ran und die braucht dafür nur fünf Minuten. Und unterheben tut sie auch viel vorsichtiger als ich, was dann zu einem ultra fluffigen Kuchen führt.

Sahne schlagen geht auch super innerhalb einer Minute, da hat die Sahne auch gar keine Zeit, zu warm zu werden und zu flocken.

Zum Waffelteig, was ja einfach ein sehr weicher Rührteig ist, gibt’s nichts besonderes zu sagen. Aber wenn man für 20 Leute Waffeln backt, ist das auf jeden Fall eine tolle Arbeitserleichterung.

Aber Hefeteig… das ist der Hammer. Ich hatte gleich Freitag Abend noch ganz spontan Zimtkringel gebacken, die man auf Facebook bewundern kann. Ich musste es einfach ausprobieren. Ich habe also die Zutaten zusammengeworfen und mir eine Uhr gestellt und habe sie einfach mal 10 Minuten vor sich hin kneten lassen. Der Teig, der dabei rauskam, war ein Träumchen. So fluffig und elastisch und das fertige Ergebnis nach dem Gehen war einfach der Hammer. Ich würde von mir schon behaupten, gut mit Hefeteig zu können, aber so gut hab ich den noch nie vorher hinbekommen. Und das ist dann auch etwas, was sie dem Handrührer voraus hat, mit dem kann man ja lediglich ein bisschen ankneten, aber das meiste muss man von Hand machen, weil der arme Handrührer da einfach nicht die Kraft für hat.

Das einzige, womit ich nicht so zufrieden war, war der Streuselteig. Da sind mir persönlich die Streusel zu klein geworden, aber nochmal mit Hand nachkneten wollte ich nun auch nicht, ich wollte ja sehen, wie das nur mit Elsa funktioniert. Richtigen Mürbeteig habe ich bis jetzt noch nicht ausprobiert, das kommt dann nächste Woche mal dran.

Der größte Nachteil bei Neukauf ist, dass man erst einmal nur eine Schüssel hat, was dann bei (Sahne-) Cremes zum Beispiel den Handmixer wieder zum Einsatz bringt. Aber zusätzliche Schüsseln kann man nachkaufen und die sind auch nicht furchtbar teuer. Das wird dann wohl auch diesen Monat meine erste Zusatzanschaffung 😉
Bei den Rezensionen hatte ich irgendwo gelesen, dass die Metallschüssel schwer zu reinigen sein soll, weil sie aus gebürstetem Edelstahl ist und daher innen eine raue Oberfläche hat, das ist mir aber gar nicht aufgefallen. Ganz im Gegenteil, ich fand sie super leicht zu reinigen. Abgesehen davon ist auch alles an Zubehör für die Spülmaschine geeignet, also hat man nur Abwasch, wenn man sie wie ich in der ersten Woche exzessiv mehrfach am Tag benutzt 😉
Im Vergleich zu einem Handrührer nimmt sie aber natürlich schon mehr Platz ein, den man dann auch erst einmal haben muss dafür…

Den Schnitzleraufsatz* und den Mixer, die mitgeliefert wurden, habe ich noch gar nicht ausprobiert, da kann ich also an dieser Stelle auch gar nichts zu sagen. Aber das schreit dann ja nach einem Carrot Cake nächste Woche, da kann ich den Schnitzler sicher gut gebrauchen!
Und dann gibt’s da noch tausend andere Aufsätze und Zubehör, die man kaufen kann… Inwieweit man das braucht oder auch nicht ist wohl jedem selbst überlassen, aber schaden kann es ja erst einmal nicht.
Was mich dahingegen viel mehr überzeugt hat, das Gerät von Bosch statt von einem No-Name-Anbieter zu nehmen, war die Tatsache, dass man sehr unkompliziert alle Teile, die kaputt gehen könnten, einzeln nachkaufen kann und dann nicht einfach die ganze Maschine in die Tonne muss. Das ist dann also auch eher nachhaltig gedacht und gefällt mir grundsätzlich.

Alles in Allem bin ich sehr sehr zufrieden mit Elsa und ich denke, auch mein Freund bereut die Anschaffung nicht, jedenfalls sieht er immer sehr zufrieden aus, wenn ich etwas gebacken habe 😉 Und eine Bedingung der Anschaffung war auch, dass wir dann öfter Brot und Brötchen selber machen, anstatt sowas zu kaufen…
Ich denke, wenn man viel backt, dann lohnt sich so eine Maschine schon und dann ist es auch um den Platz, den sie einnimmt, nicht schade. Für Gelegenheitsbäcker lohnt sich das aber glaube ich eher nicht.

So, ich gehe dann jetzt erst einmal in die Küche und beschäftige Elsa!
Lieben Gruß,
das Eichhörnchen

* Edit 05.10.: Ich habe gestern nun auch den Schnitzler von Elsa ausprobiert und er funktioniert super. Ich liebe ja Möhrenkuchen, aber ich finde es immer extrem aufwändig, die ganzen Möhren dafür zu raspeln… Für die Möhrenmuffins hat Elsa gestern nur eine Minute lang Möhren geraspelt, es ist quasi nichts daneben gegangen und die nicht geriebenen Reste waren auch nicht bemerkenswert mehr als wenn man mit einer Reibe per Hand reibt… Ich bin begeistert und mache dann jetzt bestimmt öfter Möhrenkuchen \o/

 

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